Fenstermontage im Altbau

Fenstermontage im Altbau

fenster 225x300 Fenstermontage im AltbauAlte Fenster sind oft winddurchlässig, kalt und morsch, sie entsprechen nicht den heutigen Anforderungen vom Wärmeschutz und Schallschutz. Sie sollten ausgetauscht werden um Energie zu sparen. Die Energieeffizienz allein bei Fenster mit einem U Wert von 0,7 W/m2K, kann bis zu 20% Energiekosten einsparen.

Kunststofffenster gibt es inzwischen mit bis zu 6 Kammersystem, wenn man bedenkt dass noch in den 1990 er Jahre das 3 Kammersystem das Non plus Ulra war, kann man sehen wie sich die Fenster inzwischen entwickelt haben.

Früher gab es überhaupt keine thermische Trennungen, dadurch entstehen Wärmebrücken (Umgangssprachlich Kältebrücken genannt), die die Kälte von außen nach innen leiten, bzw. die Wärme von innen nach außen abgeben.

Daher ist eine richtige Fenstermontage mit gedämmter Fensterlaibung und Fensterbänken genauso wichtig wie ein guter Dämmwert beim Fenster. Denn was nützt es wenn das Fenster allen Anforderungen entspricht, aber am Wandanschluss entstehen Wärmebrücken.

Dieser Artikel ist wichtig weiterlesen?

Steuervorteile beim Fenstertausch

Steuervorteile beim Fenstertausch über einen Fachbetrieb

Beim Fenstertausch über einen Fensterbaufachbetrieb können Modernisierer pro Jahr bis zu 1200 Euro sparen. Die Handwerkerleistung wird über die Steuer zurück erstattet. Es gilt zu beachten, dass nur der Arbeitslohn und die Fahrkosten vom Handwerksbetrieb absetzbar sind, nicht das Arbeitsmaterial. Deswegen sollte man als Auftraggeber darauf achten, dass die Lohnkosten, sprich die Montagekosten des Handwerkers von den anderen Kosten auf der Rechnung getrennt aufgelistet sind. Wird nur ein Festpreis inklusive der Materialkosten vereinbart und auf der Rechnung ausgewiesen, genügt das den Anforderungen nicht, beide Posten, Arbeitsaufwand und Material müßen getrennt berechnet werden.  Eine Barzahlung sollte man vermeiden, da das Finanzamt einen Überweisungsnachweis auf das Konto des Handwerkers verlangt. Rechnungen und Belege sind für den Auftraggeber mindestens zwei Jahre aufzubewahren.

Fensterpflege Kunststofffenster

Fensterpflege

Die Kunststofffenster dürfen keinesfalls mit aggressiven Reinigungsmittel, Scheuermittel, Verdünnungen, Waschbenzin usw. gereinigt werden, die die Oberfläche dadurch angegriffen wird. Sie sollten zur Pflege der Kunststoffoberfläche Wasser mit etwas Spülmittel, oder mit einem Haushaltsseifenmittel reinigen. Gut sind vom Hersteller empfohlenen Spezialreiniger die für deren Fenster angeboten werden, ist aber unserer Meinung nach nicht zwingend notwendig, da die Empfohlene Reinigung auch gute Ergebnisse liefert und die Fenster pflegt.

Die Beschläge der Fenster sollten einmal im Jahr eingefettet werden. Ganz besonders an den Stellen wo sich die Teile bei der Bewegung vom Fenstergriff und beim öffnen mechanisch bewegen.

Entwässerungsöffnungen im unteren Falz des Fensterrahmens sollten ebenfalls öfter kontrolliert werden, ob sich durch Verschmutzung die Öffnungen verstopft haben. Diese Entwässerungsöffnungen stellen sicher, dass Wasser nach außen und nicht nach innen abläuft.

Die Scheiben sind mit einem normalen Glasreiniger gut zu reineigen. Auch hier sollte auf aggressiven Reinigungsmittel, Scheuermittel usw. verzichtet werden, Scheuermittel verkratzt die Scheiben, was oft erst bei bestimmter Sonnenstrahlung sichtbar wird. Vermeiden sollte man auch das Glas trocken abzureiben, da sich auf dem Glas durch Umwelteinflüsse ganz feine Körnchen ablagern können die die Scheibe verkratzen.

Das Lüften

 

Wir stoßen täglich jede Menge Feuchtigkeit aus. Ein vier Personenhaushalt beispielsweise gibt ca. 3500 Liter Wasser im Jahr in die Wohnräume ab. Das ist eine sehr große Menge wenn man sich das Wasser mal im Gesamten vorstellt. Die Feuchtigkeit entsteht nicht nur beim Atmen, sonder auch beim Kochen, Duschen und über die  Zimmerpflanzen. Die Feuchtigkeit lagert sich generell an den kühlsten Stellen der Wohnung, oder dem Haus ab und es kommt zur Kondensatbildung. Es kann gefährlicher Schimmelpilz wie z.B. Stachybotrys entstehen, was schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann. Die Beseitigung ist aufwändig und teuer. Warum tritt das Problem oft erst auf nachdem neue Fenster montiert wurden? Ganz einfach, alte Fenster sind undicht und sorgen in dem Moment schon für eine indirekte Belüftung. Oft ist an dem alten Fenster das Kondenswasser an der Scheibe abgelagert, weil dort der kälteste Punkt im Raum ist. Wenn am Fenster das Wasser herunter läuft wird dann auch meist das Fenster dann geöffnet und somit gelüftet. Das Glas ist für Schimmelbefall nicht so anfällig wie z.B eine Tapete, oder Gipskartonplatten. Bei neuen Fenster ist das anders, sie sind dicht und warm, es lagert sich an der Innenseite kein Kondenswasser mehr ab, man fühlt sich mollig warm, aber die Flüssigkeit die wir produzieren kann nicht mehr entweichen und lagert sich eher an der Wand ab. Das Problem ist vorprogrammiert! Wie Lüftet ich richtig? Alle Fenster ganz für ca. 10 min. ganz öffnen, nicht nur Kippen, denn beim Kippen der Fenster kühlen sich die Wände aus und es findet kein richtiger Luftaustausch statt. Die Heizkörper sollten während des Lüftens ausgestellt werden, da die Heizungen sonst auf Höchststufe laufen was unnötige Energie verbraucht. Ganz besonders wichtig und oft vernachlässigt ist das Lüften im Winter. Wenn es draußen eisig kalt ist möchte man nicht gerne die Fenster öffnen, aber gerade dadurch sammelt sich viel Kondenswasser und gerade im Winter kommt Schimmelbefall in der Wohnung sehr viel öfter vor als im Sommer, da im Sommer die Fenster meistens offen sind.